Über Stress


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Über Stress

Die WHO bezeichnet Stress als die größte Bedrohung der Gesundheit des 21 Jahrhunderts. Deutschland ist gestresst. Sechs von zehn Erwachsenen hierzulande stehen unter Strom, fast jeder Vierte gibt sogar an, häufig gestresst zu sein. Das geht aus unterschiedlichen Studien aus 2016 hervor.  Stress an sich kann natürlich auch Spaß machen und zu super Leistungen führen. Auch über einen längeren Zeitraum oder immer mal wieder kann er zum Leben dazugehören.

Stress über einen längeren Zeitraum ohne Zeit für Regeneration und Erholung jedoch, kann eine Vielzahl an Erkrankungen nach sich ziehen, einige davon nachhaltig. Um dies zu vermeiden können Sie sich eine individuelle Stresskompetenz aneignen.

Das Stressprogramm war perfekt in der Steinzeit

Optimal auf körperliche Bedrohungen zu reagieren, war in früheren Phasen der Menschheit überlebenswichtig. Stellen Sie sich vor, Sie gehen als Steinzeit-Mensch zum Fluss, um Wasser zu holen und stehen plötzlich einem Säbelzahntiger gegenüber – eine Bedrohung, die Ihren Tod bedeuten kann.

Ihr Körper reagiert blitzschnell und bereitet sich auf eine kraftvolle Gegenreaktion vor: Kampf oder Flucht.  Er schüttet Hormone aus, die wiederum Funktionen aktivieren, die für die Gegenreaktion Kampf oder Flucht notwendig sind:

  • Die Gehirndurchblutung wird gesteigert
  • Die Muskulatur wird besser durchblutet. Die Muskelspannung ist erhöht, besonders der Schulter-, Nacken-, und Rückenbereich.
  • Die Sauerstoffaufnahme wird gesteigert, die Bronchien weiten sich.
  • Das Herz wird besser durchblutet, Blutdruck und Herzschlagrate steigt an.
  • Die Schweißdrüsen der Haut werden aktiviert, weil diese ganze Energieproduktion Wärme erzeugt und sich der Körper kühlen muss. Der Mensch schwitzt.
  • Das Immunsystem fährt hoch, um Fremdkörper, die über offene Wunden in die Blutbahn gelangt sind, schnell unschädlich zu machen. Aber bereits nach 30 – 60 Minuten, werden die Immunfunktionen wieder gedrosselt.
  • Schmerzhemmstoffe wie Endorphine werden ausgeschüttet. Dies hält jedoch nur für kurze Zeit an. Sind diese Stress-Situationen von längerer Dauer kommt es zu einer verminderten Schmerztoleranz.

Alle Funktionen, die für diese Kampf-, oder Fluchtreaktion nicht gebraucht werden, werden heruntergefahren, wie Ihr sexuelles Lustempfinden, Ihre Verdauung und auch bestimmte Hirnregionen, die für Planung und Reflektion zuständig sind.

Kommt es dann zur körperlichen Bewältigung der Bedrohung (hier nun Säbelzahntiger -J) wird diese körperliche Mobilmachung quasi zu Ende gebracht. Die bereitgestellten körperlichen Reserven werden verbraucht, die Stresshormone können abgebaut werden und der Organismus kann wieder zur Ruhe kommen.

Dieses körperliche Stressprogramm ist nicht falsch oder gefährlich und stellt auch kein gesundheitliches Risiko dar. Es dient dazu den Körper mobil zu machen für Gefahren, die von kurzer Dauer sind.

Auch heute hat jeder Mensch dieses biologische Stressprogramm in sich. Es fährt auch heute noch immer dann hoch, wenn wir Situationen als sehr anstrengend, gefährlich für uns bewerten, als nicht lösbar, als uns bestimmend. Auch dann mobilisieren wir, damit wir uns verteidigen können. Bei einem übervollen e-mail-Postfach oder Problemen mit Mitarbeitern oder unter Kollegen ist Kampf oder Flucht jedoch heute nicht wirklich das zielführende Instrument. Und: auf die als stressig erlebte Situation folgt meist auch keine körperliche  Abreaktion oder Aktivität so dass die bereitgestellte Energie meist nicht adäquat abgebaut wird und im Körper verbleibt. Darum ist Sport als ein Instrument beim Stressabbau so sinnvoll. Diese Informationen über Stress zu wissen kann dazu beitragen zu verstehen, was innerlich passiert.

Stress ist, was Sie aus den Situationen machen.
Und weil dies so ist, haben Sie auch Möglichkeiten stressgelassen zu reagieren.

Unser Stressprogramm - für kurze Stress-Phasen gemacht

So war es gedacht: Kurze Mobilmachung mit allem was zur Verfügung steht, sich körperlich gut gerüstet aus der Gefahrenzone bringen und dann entspannen.

Heute sind viele unserer Stressoren jedoch von längerfristiger Dauer oder kehren in kurzen Abständen immer wieder zurück. Für Sport oder Entspannung nehmen wir uns nicht die Zeit und bauen damit selbst an einem fatalen Vorgang: das beständige Mobilmachen unseres Stressprogramms zu lassen. Wir halten unseren Organismus in einem Dauerzustand erhöhter Alarmbereitschaft und das kostet Kraft. Zudem verliert der Körper dadurch seine natürliche Fähigkeit sich selbst wieder zu regulieren. Dann kann er auch in ruhigen Phasen nicht mehr „runter kommen“ auf ein normales Ruhe-Niveau. Die Fähigkeit zu Entspannen geht nachweisbar verloren. Denn nicht abgebaute Stresshormone tragen dazu bei, dass sich Nervenzellen im Hypocampus zurückbilden, der bei Gesunden die Entspannung einläutet.
Die Folge: Irgendwann können wir nicht mehr Entspannen. Dieses Wissen über Stress ist der erste Schritt. Wichtiger ist es herauszufinden, wie ein stressgelassener Umgang mit herausfordernden Situationen für Sie aussehen kann. Dabei unterstütze ich Sie.

Stressreaktionen gibt es auf alle wichtigen Organsysteme und damit
eine Vielzahl an gesundheitsschädlichen Auswirkungen.

Stressreaktionen

Es gibt eine Vielzahl an Prozessen, die in uns ablaufen, wenn wir in Stress geraten. Es gibt körperliche Stressreaktionen, aber auch Verhaltensweisen und Gefühle und Gedanken unter Stress. Wir reagieren auf stressige Herausforderungen als ganzer Mensch quasi auf allen Ebenen. Stress über einen längeren Zeitraum kann eine Vielzahl an körperlichen Beschwerden verursachen und krank machen.

Wie der Körper auf Stress reagiert

Mögliches Verhalten unter Stress

  • Ungeduldig sein
  • Schnell Essen, Pausen ausfallen lassen
  • Mehr oder weniger unkontrolliert Tabak, Alkohol etc. konsumieren
  • Hastiges Arbeitsverhalten, vieles gleichzeitig tun, dabei oft unkonzentriert, vergesslich sein.
    Innerlich unruhig fühlen oder rastlos.
  • Gereiztes, aggressives Verhalten, aufregen über Kleinigkeiten, schnelles “Aus-der-Haut-fahren”.

 Mögliche Denkweisen unter  Stress

  • Ich habe viel zu wenig Zeit, ich muss noch so viel tun…
  • Gedanken und Gefühle von Wut, Ärger, Unzufriedenheit, Angst nicht zu genügen oder zu versagen.
  • Ich schaffe es nicht, ich bin ein Versager/In, ich bin zu blöd dafür
  • Ständiges Grübeln.
  • Konzentrationsschwäche, Leere im Kopf

Kennen Sie zum Beispiel Ihre inneren Stressvertstärker?

FAQ’s Stress

Adrenalin und Kortisol sind körpereigene Hormone. Sie werden hergestellt, damit wir uns Herausforderungen stellen und sie auch meistern können. Adrenalin macht uns kampf- oder auch fluchtbereit. Kortisol ist wichtig für den Eiweiß- und Zuckerstoffwechsel. Der Kortisolspiegel im Körper sollte möglichst niedrig sein, weil er uns sonst gefährlich werden kann. Er greift nämlich nicht nur das Immunsystem, sondern auch Muskeln an.

Quelle: TK Stress

Ja, denn Stress entsteht im Kopf. Und weil dies so ist, können Sie auch Ihren persönlichen Umgang mit Stress auch verändern. Ich arbeite dann mit Coaching im individuellen Stressmanagement oder  mit Seminaren. Sollte es tiefer gehen, zum Beispiel weil sich Ihre Stressverstärker durch Unverarbeitetes immer wieder ungesund melden, kann klinische Hypnosetherapie das Mittel sein, diese zu bearbeiten.

Absolut. Viele wissenschaftliche Untersuchungen belegen dies. Es kommt zum Beispiel zu chronisch erhöhten Blutdruck, dauerhaften Verspannungen, Schlafstörungen, sinkender Gehirnleistung, Magengeschwüre, Schwächung der Abwehrkräfte.