Burnout stressgelassen

Burnout vermeiden – wie Du wieder Deine Grenzen wahrnimmst


 

Die WHO bezeichnet Stress als die größte Bedrohung der Gesundheit des 21 Jahrhunderts. Deutschland ist gestresst. Wieso überschreiten Menschen regelmäßig ihre inneren Grenzen und vermeiden keinen Burnout? Lernen sie den ersten Schritt zur Burnout Vermeidung kennen.
Sechs von zehn Erwachsenen hierzulande stehen unter Strom, fast jeder Vierte gibt sogar an, häufig gestresst zu sein. Das geht aus unterschiedlichen Studien aus 2016 hervor. Das Burnout-Syndrom ist dabei das Ende eines langen Weges von zu viel Stress und Überlastung über Monate, sogar Jahre ohne Zeiten der Regeneration. Ein Burnout-Syndrom kann dann entstehen,  wenn die Waage zwischen Belastung und Entlastung nicht mehr stimmt.  Einen Burnout vermeiden kann man lernen, trotz eines hohen Leistungsanspruches. Denn Burnout vermeiden kommt von Innen.

Gehen Sie eigentlich über Ihre inneren Grenzen und wenn ja, warum?

Warum Menschen über ihre eigenen inneren Grenzen gehen, halt vielfältige Gründe. Manchmal ist es eine familiäre Prägung, wenn zum Beispiel Arbeit das einzige Thema in der Familie war, für das es Lob oder Liebe gab. Menschen mit dieser Prägung geraten oft in die Überforderung, weil sie glauben, dass es für sie der einzige Weg ist, Anerkennung von ihren Mitmenschen zu bekommen. Diesen Weg kennen sie ja aus ihrer Kindheit.

Manchmal steckt ein mangelndes Selbstwertgefühl hinter einem grenzüberschreitenden Umgang mit sich selbst. Im Berufsleben äußert es sich dann zum Beispiel im nicht „Nein-Sagen“ können. Dann wird jede Aufgabe angenommen, jede Schicht zusätzlich gemeistert und die körperliche Erschöpfung beiseitegeschoben. Manchmal spielen auch innere Glaubenssätze eine Rolle. Diese können Dich innerlich antreiben, ohne dass Sie diese inneren Antreiber aktivieren müssen – aber auch nicht mehr können, weil sie sich verselbständigt haben. Es hat etwas von innerem Betriebssystem.

Was auch immer innerlich Ihr Muster ist, das Sie immer wieder über Ihre eigenen inneren Grenzen gehen lässt – es trägt dazu bei, dass Sie in die Erschöpfung gehen. Es ist fast wie eine Stressspirale, die automatisch in den Burnout führen kann.

Kann, aber nicht muss.

Denn vielen gelingt ein Richtungswechsel zu einem neuen Umgang mit den täglichen Herausforderungen. Wenn Sie merken, dass Sie Stresssymptome haben, können Sie anfangen etwas dagegen zu tun. Nehmen Sie sich Zeit dafür. Sie sind vielleicht über Jahre nicht gelassen mit sich umgegangen und haben in Ihren neuronalen Netzen bestimmte Datenautobahnen, die Sie immer wieder fahren. Immer wieder und immer wieder. Sie können neue Verbindungen aufbauen mit ein bißchen Training. Und auch dabei ist es schon wichtig gelassen zu bleiben.

Burnout vermeiden Schritt 1 – Bewusst machen was Sie tun

Viel ist schon gewonnen, wenn Sie sich bewusst werden, dass Sie etwas tun und “ES” nicht mehr einfach so passiert.

  • Sie gönnen sich keine Pause,
  • Sie fühlen sich gehetzt oder müde oder ausgelaugt oder…,
  • Sie denken unentwegt nach.
  • Sie essen zu wenig / zu viel, rauchen/trinken.
  • Sie erledigen alle Arbeiten obwohl Sie sich mies/leer fühlen
  • Sie schleppen sich zu Terminen, obwohl Sie Schmerzen haben / sich leer fühlen.
  • Sie sagen immer “ja”,
  • Sie ……..

Darum ist es wichtig sich bewusst zu machen, was Sie warum eigentlich tun. Dafür stellen Sie sich zwischendurch mal Fragen wie:

 

“Was mache ich gerade”?
“Will ich das?”
“Was würde ich lieber stattdessen tun”?

 

Dies ist für Menschen, die im Laufrad sind nicht so leicht. Also auch hier – gelassen bleiben, wenn Sie es an einem Tag mal nicht schaffen.

Helfen kann ich ein kleiner Ent-Stress-Anker, der Sie daran erinnern soll kurz inne zu halten und sich bewusst zu machen, was Sie tun. Dies kann ein kleiner Gegenstand sein, oder ein Aufkleber oder ein Blatt Papier. Wichtig: Legen Sie ihn an einen Platz oder Ort, mit dem Sie oft am Tag zu tun haben. Immer wenn Sie diesen Gegenstand sehen, nehmen Sie ihn in die Hand und machen Sie sich bewusst, was Sie tun.

Was innerlich passiert:

Sie entschleunigen und nehmen das Heft Ihres Lebens wieder mehr in die Hand. Das verschafft Ihnen mittelfristig wieder Wahlmöglichkeiten für Ihr Leben. “ES” passiert nicht einfach so. Sie entscheiden dann vielleicht immer mal wieder, welches “ES” Sie machen. Oder eben auch nicht.

Burnout vermeiden Schritt 2 – im Nächsten Artikel